20.03.2012

Rapunzel Gefängnis oder 2. Säule


Hohe Prämien der Sozialversichrungen schränken die Handlungsfähigkeit der Einzelperson ungesund ein.  
oder
Säule Zwei als Rapunzelturm?
Die Menschen, die mitten im Leben stehen, versuchen persönliche Erfahrung, Kompetenzen und Selbstentwicklung voran zu treiben. Mit 40 Jahren sind SIE in den „besten Arbeitsjahren“ überhaupt. Die Tendenz, sein Leben möglichst selber zu steuern, ist steigend. Um all dies umsetzen zu können, ist ein freier, persönlicher Handlungsspielraum, zeitlich und finanziell entscheidend wichtig. Investitionen sind gerade in diesem Zeitraum sehr wichtig. Das Geld muss flüssig bleiben. Wie sieht es mit dem finanziellen Handlungsspielraum zukünftig aus? Steigen die Prämien aller Institutionen immer weiter an, schmilzt der eigene Handlungsspielraum leise dahin. So hat jemand, der altersmässig immer mehr Prämien zahlen muss, immer weniger die Möglichkeit seine Weiterbildung zu finanzieren. 

Aus der einst sinnvollen, den älteren Menschen dienenden Säulen des Alters wird immer mehr ein sich selber erhaltender Moloch, der dazu die Bevölkerung zur Zahlung verdingt. Die Schatullen der Rentengelder, eingeschlossen im Rapunzel-Turm, sind immer weiter vom Leben entfernt… Ein blockierendes Regelwerk-Gefängnis, das für die lebenshungrige Masse von Menschen, die man durch immer höhere Zahlungen unfrei und abhängig macht, verschlossen ist. 

Säulen und Armengründer?
Eine sehr grosse Masse von Menschen arbeitet hart und oft genug im tieferen Lohnbereich. Nach Abzug der Fixkosten bleibt nicht mehr viel übrig. Mit der Herabsetzung des Koordinationsabzuges in tiefere Lohn-Niveaus wird den Kleinverdiener Geld entzogen, das sie dringend für den Alltag brauchen. 

Müssen jetzt noch mehr Menschen in die Armut getrieben werden? Können Sozialämter alles bewältigen, was man ihnen zumuten wird? Die Steuern werden steigen. Sind wir Steuerzahler bereit, mehr Steuern zu zahlen, damit wir mehr Prämien zahlen können? Wie lang lassen sich diese selbstbeschleunigten Finanzkreisläufe aushalten?  Wer gibt den Betroffenen dann noch eine Stimme?

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